Tolle Moral sichert Altdorf den Sieg
Am Sonntag um 18:00 kam es in der Herbert-König Halle zum lange herbeigesehnten Gipfeltreffen zwischen der TG und den Alemannen aus
Zähringen. Das Spiel sollte alle Erwartungen erfüllen, denn einer vollen Halle wurde alles geboten was das Handballherz begehrt.
Von vornherein war wohl beiden Teams klar, dass dies kein Selbstläufer werden würde und dementsprechend motiviert waren beide Seiten. Die Alemannia hatte ganz klar den besseren Start und die Gastgeber verpennten weite Teile der ersten Hälfte komplett. Vorne wurde zu schnell abgeschlossen und immer wieder scheiterte die TG am Gästekeeper. Zähringen spielte wie immer clever, nahm Tempo aus der Partie und fand den Erfolg in Eins gegen Eins Situationen oder einfachen Wechseln im Rückraum. Der Abwehr fehlte der nötige Biss um gegenzuhalten und anstatt seinem Nebenmann zu helfen wurde eher mit ihm lamentiert. Dass diese miese Einstellung aber nichts hilft spiegelte sich auch auf der Anzeigentafel wider. Über 4:4, 7:10, 11:14 und 12:17 ging es dann in die zu diesem Zeitpunkt dringend notwendige Pause. Dort war man sich schnell einig, dass das nicht alles gewesen sein konnte was Altdorf zu bieten hatte. Dieses Spiel war ein Matchball, den man um jeden Preis nutzen musste, und das hatten dann wohl auch endlich alle begriffen. In der zweiten Hälfte präsentierte sich den Zuschauern ein Altdorfer Mannschaft die nicht mit jedem Gegentor haderte und endlich auch den notwendigen Kampfgeist entdeckt hatte. Von einem zwischenzeitlichen 12:19 Rückstand liess man sich ebensowenig beindrucken wie von so mancher Entscheidung der Schiris. Dem
Spiel tat dies gut und angeführt von einem überragenden Michael Frick und angefeuert von einer tollen Kulisse kämpfte sich die TG immer weiter heran. Tor um Tor wurde aufgeholt und plötzlich sahen sich die Alemannen mit einem 27:27 konfrontiert. Altdorf profitierte in dieser Phase sicherlich von den insgesammt 14 Siebenmetern die man zugesprochen bekam und den gleichzeitigen Hinausstellungen auf Seiten der Zähringer. Darunter waren einige Situationen, die man sicher auch anders interpretieren kann und die auf beiden Seiten nicht immer auf Verständnis stiessen, aber Zähringen muss sich natürlich auch den Vorwurf gefallen lassen, den Sack nicht rechtzeitig zugemacht zu haben. So überschlugen sich dann in den letzten Minuten die Ereignisse: 29:29, 30:29, 30:30 und 32:31 lauteten die Spielstände und die Spannung war förmlich greifbar. Torwart Christian Steinert, der in dieser Phase drei Bälle entschärfte und eine strittige Stürmerfoulentscheidung gegen die Gäste entschieden dann schliesslich das Spiel zugunsten der TG. Altdorf war glücklicher Sieger, hätte sich aber bestimmt auch nicht über eine Punkteteilung beschweren dürfen, denn zu spät fand man die richtige Einstellung. Das Gute daran war aber, dass man endlich wiedereinmal
gezwungen war, Moral zu zeigen und dies dann auch schaffte. Nach einem derartigen Rückstand wäre man letztes Jaht bestimmt untergegangen, aber da hat die Mannschaft zum Glück dazugelernt.







