TGA entscheidet Torfestival für sich
Am vergangenen Samstag bezwang Altdorf den TV Grenzach in einem überaus torreichen Spiel mit 42:38.
Das Endergebnis lässt es erahnen: In diesem Spiel waren beide Mannschaften weniger auf gute Abwehrarbeit als auf gute Unterhaltung der Zuschauer bedacht.
Bereits nach 3 Minuten stand es 4:4 und es war klar, dass dieses Spiel kein Selbstläufer werden würde. Die Gäste waren top motiviert und vor allem ihr Rückraum war vom Mittelblock nicht so recht unter Kontrolle zu bringen. Dies weckte einerseits den Unmut der Zuschauer, andererseits hatten die Gastgeber durch die ständigen Gegentore aber auch keine Chance sich entscheidend abzusetzen. Beim Stand von 20:19 verbschiedeten sich die Akteure in die Kabine, wohl wissend, dass es Jahre gab da dies auch ein Endergebnis hätte sein können.19 Gegentore in einer Halbzeit waren natürlich zu viel, und der Mannschaft war klar, dass dieser dünne Vorsprung nicht die Vorentscheidung bedeutete, vor allem weil den Grenzachern sicherlich bewusst war, dass es für sie heute etwas zu holen gab. Die Gäste kamen entsprechend heiß aus der Kabine, glichen sofort aus und gingen dann in Führung. Die TGA blieb zwar die ganze Zeit über auf Tuchfühlung doch war eine deutliche Verunsicherung spürbar. 15 Minuten vor Ende war die logische Konsequenz ein 4-Tore-Rückstand, dem 2 leichtfertige Abspielfehler vorausgegangen waren, und Trainer Feindel sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Um noch eine Chance auf einen Sieg zu haben musste jetzt endlich eine entsprechende Reaktion der Mannschaft kommen, und sie kam dann auch. Der Mittelblock stand besser, Christian Steinert parierte einige Bälle und Eugen Pris münzte die daraus entstandenen Kontermöglichkeiten in direkte Tore um. Beim Stand von 38:34 war das Spiel gedreht, Grenzach dezimierte sich gegen Ende durch einige ungestühme Aktionen selbst und Altdorf gewann schlussendlich nicht unverdient aber doch sehr glücklich mit 42:38.
Es bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft wieder einmal Moral gezeigt hat, oder aber vielleicht eher dazu gezwungen war dies zu tun, denn erst durch eine lasche Einstellung, mangelhafte Abwehrarbeit und bestimmt auch fehlendes Training brachte man sich selbst unter Zugzwang. Glücklicherweise ging diese Herangehensweise bisher immer gut aber man täte bestimmt besser daran sich nicht immer auf diese " Taktik " zu verlassen.
- Torschützen: Frick 4, Pris 5, Bruhin 15, Bauer 3, Jäger 2, H. Nägele 2, P. Nägele 11







