10
Mai
2017

Baguette, Blaubeerkuchen und Trails rocken …

MTB Wochenende im Elsass

Glaubt man der wörtlichen Übersetzung von „Champ du Feu“ dann muss das was mit Feuer zu tun haben. Tatsächlich ist „Feu“ ein französisches Wortspiel des deutschen Wortes „Vieh“.
Viehfeld wäre also die deutsche Entsprechung. Allerdings hat sich „Hochfeld“ als Bezeichnung eingebürgert.

Was aber ist Champ du Feu? Es ist eine Hochebene, durchsetzt von einigen Hochmooren etwa in der Mitte der Vogesen im Departement Bas-Rhin. Dort gibt eine schier endlose Anzahl von Waldwegen, Trails und versteckten Pfaden. Um nach oben zum Aussichtsturm zu kommen, gibt es zahllose Varianten.
Einige davon konnten wir aufwärts und abwärts „rocken“.

Nach der ersten Besichtigung der Unterkunft der auf 900 ü.NN gelegenen DAV Hohwaldhütte und der anschließenden Zimmeraufteilung ginge es auch schon los. Nach einem Aufwärmspiel zum Kennenlernen
waren am Freitagnachmittag bei Sonnenschein gleich 200 Hm am Stück zu überwinden.

Der erste Trail Richtung „Knutschehäuschen“ (La vieille Métairie) zauberte uns ein dauerhaftes Grinsen aufs Gesicht. Von hier aus wieder zurück über die Hochebene den Trail runter Richtung Natzwiller und zurück vorbei an der „Cascade de la Serva“. Das Grinsen über die sagenhaften Trails verschwand bei dem nun folgenden Anstieg mit kleiner Schiebepassage Stück für Stück aus dem Gesicht der Biker. Nach einem kühlen Bier und „einer“ heißen Dusche war die Stimmung wieder exzellent und es konnte der gesellige Teil des Abends beginnen.

Am Samstag hieß es: früh raus aus den Federn, die Trails warten! Eine fordernde Tagestour mit einem Feuerwerk an abwechslungsreichen Trails steht auf dem Programm.
Vier Tagesgäste, davon drei Damen, bereicherten unsere bis dahin 13-köpfige Männergruppe. Bei dieser Tour wurden insgesamt 1450Hm mit hohem Singletrailanteil überwunden. Eine eingeklemmte Kette und der anschließend einsetzende Dauerregen brachte uns dazu die Tour zu verkürzen und das Kloster St. Mont Odile auszulassen. Der nasse, schlammige Aufstieg zur „Auberge de la Rothlach“ forderten die Reserven. Diese wurden bei der Einkehr in der Ferme Auberge mit Kaffee und Blaubeerkuchen bzw. Rhabarberkuchen zur Genüge wieder aufgefüllt. Der anschließende letzte Trail runter Richtung „Le Hohwald“ kam insbesondere bei den Damen gut an und bleibt unvergessen. Jetzt noch 400Hm am Stück bergauf und ein besonderer Bike-Tag ging zu Ende. Bei Gitarre und Grillfleisch saßen wir noch bis zum nächsten Morgen gesellig beieinander.

Aufgrund des am Sonntag nicht endenden Dauerregens entschlossen wir uns nach dem Frühstück aufzuräumen und einzupacken. Ein wunderschönes Ereignisreiches und verletzungsfreies Wochenende ging zu Ende!

Alle sind sich einig: Die Vogesen sehen uns wieder!

Euer Bernd

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