11
Sep
2013

Es muss eine ganz besondere Liebe zu seinem Hobby sein

Ein Bericht zum symbadischen Radmarathon von Ulrich Rospleszcz

Ein Bericht zum symbadischen Radmarathon von Ulrich Rospleszcz

Es muss eine ganz besondere Liebe zu seinem Hobby sein, denn ohne diese würde man nie eine Strapaze über 201 Kilometer und mit 3700 Höhenmetern mit dem Rennrad durch den Mittleren Schwarzwald auf sich nehmen und schon gar nicht bei Regenwetter.

Ein kleines illustres Feld von 18 Radfahrern konnte Cheforganisator Bernhard Duffner von der TG Altdorf um 6.45 Uhr auf die Marathonstrecke schicken, eskortiert von drei Motorradfahrern, die den Unentwegten zunächst den Weg nach Wallburg ausleuchteten. Beim 1.Altdorfer Radmarathon am 10.September 2000 waren noch 112 Radsportbegeisterte am Start gewesen und 2003 gab es die Rekordteilnahme von 349 Marathonfahrern. Das schlechte Wetter, vor allem die schlechte Wetterprognose für diesen Sonntag, hat die Radfahrer wohl aus der näheren Umgebung von einem Start abgehalten. Die Radfahrer, die sich dieser enormen Ausdauerleistung stellten, kamen vorwiegend aus dem süddeutschen Raum aus Tübingen, Karlsruhe, Schramberg, Freiburg, ein Teilnehmer sogar aus dem Münsterland. Für ihn sei es die 5.Teilnahme und er komme nach Altdorf wegen der attraktiven Strecke. Im west- und norddeutschen Raum gebe es wenig Berge, die einen Radfahrer herausfordern würden. Die Marathonstrecke über den Langenhard, Geisberg, Nillhöfe, Heidburg, Gscheid und Streitberg hätte einen enormen Reiz wegen der Landschaft. Trotz großer Anstrengungen hätten die Fahrer immer noch einen Blick für die Landschaft, die sie durchfahren. An den Kontroll- und Verpflegungsstellen ist dafür auch immer noch Zeit. Es geht den Fahrern nicht darum, der schnellste zu sein, sondern vielmehr sich selber zu beweisen. Deshalb ist das Teilnehmerfeld auch altersmäßig sehr heterogen besetzt. Junge 20Jährige und ältere 60Jährige sind auf der Liste zu sehen. Allerdings gibt es ein Zeitlimit an den einzelnen Kontrollstellen, damit der letzte Fahrer auch noch vor 17.30 Uhr in Altdorf eintreffen kann, d.h. dass die Fahrer mindestens eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 22-24 Kilometer/Stunde  haben müssen, um pünktlich anzukommen. Die Schnellsten schaffen es mit einem Schnitt von fast 30 Kilometer/Stunde.

Organisatorisch und logistisch ist der 14. symBadische Radmarathon glänzend vorbereitet gewesen, sogar die kurzfristige Streckenumplanung bei Bad Peterstal wegen der gleichzeitig stattfindenden Roller-Ski-Weltmeisterschaft konnte gemeistert werden. An den sechs Verpflegungsstellen erwarteten die Helfer die Ultra-Radfahrer mit Energiegetränken und kalten und warmen Speisen. Am Morgen gibt es bei den Verpflegungsstellen „saures und salziges“, gegen Mittag „süßes“. Wirklich versüßt wurde der Tag für die Fahrer mit dem immer besser werdenden Wetter, so dass auch die Sturzgefahr bei den Abfahrten geringer wurde.

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