21
Aug
2012

Mont Ventoux war der Höhepunkt

Radsportabteilung der Turngemeinde Altdorf auf Tour

Seit 1986 ist die Radsportabteilung der Turngemeinde Altdorf mit Bernhard Duffner mit Rennrädern oder Mountainbikes eine Woche unterwegs – meist in den Alpen. Während in den vergangenen Jahren meist längere Strecken und höhere Pässe mit täglich wechselnden Übernachtungsstationen gewählt wurden, entschied man sich in diesem Jahr wieder dafür, von zwei verschiedenen Stützpunkten aus die Landschaft mit dem Rennrad zu erfahren.

So fuhr man mit dem Begleitfahrzeug, in dem Campingausrüstung und Rennräder mitgeführt wurden, in das kleine südfranzösische Städtchen Séderon in der Provence zwischen Orange und Sisteron gelegen. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens in dieser landschaftlich reizvollen, abwechslungsreichen Region genoss man drei erlebnisreiche Tagestouren, von denen die Auffahrt über Sault auf den Klassiker Mont Ventoux der absolute Höhepunkt (1912 m)  war.

“Den höchsten Berg dieser Gegend, den man nicht unverdient Ventosus, den Windumbrausten, nennt, habe ich am heutigen Tage bestiegen, einzig von der Begierde getrieben, diese ungewöhnliche Höhenregion mit eigenen Augen zu sehen.“ So beschrieb bereits im Jahre 1336 der Dichter Francesco Petrarca die Schönheit dieses Berges. Nicht umsonst gehört dieser Berg immer wieder zum Programm der Tour de France – und wurde allerdings bereits 1967 dem britischen Radsportler Tom Simpson wenige Höhenmeter vor dem Ziel zum Verhängnis. 

Ein weiterer Höhepunkt in dieser Jahreszeit ist eine Fahrt auf der sogenannten Lavendelstraße, auf französisch Route de la Lavande, in dem im großen Stil Lavendel angebaut und abgeerntet wird. Das ganze Land erstrahlt in blau, violett und malve und die Luft ist durchtränkt von dem würzigen Geruch.

Ein Transfer mit dem Begleitfahrzeug nach 3 Tagen Richtung Norden ins Gebiet La Vercors Drome (Le Royans) zwischen Valence und Grenoble in ein Seitental der Isère ermöglichte 3 weitere Tages- bzw. Halbtagesetappen. Vom Campingplatz in St. Jean en Royans aus erschlossen sich den Altdorfer Radsportlern landschaftlich reizvolle Abschnitte auf verkehrsarmen, gut ausgebauten Straßen. Durch Tunnels und unter überhängenden Felsen hindurch führen  die Straßen von niederen Ebenen (200 – 300 m) hinauf durch verschiedenartige Schluchten, in denen viele Grotten besichtigt werden können auf die Cols auf felsigen Bergrücken von 800 – 1100 m  in dem fast unberührten Naturschutzgebiet. Das „Combe Laval de Lente“ oder die „Gorges de la Bourne“ durch die man am letzten Tag in einer Halbetappe Sassenade kurz vor Grenoble erreichte, hinterlassen bleibende Eindrücke bei allen Besuchern. 
Ohne Sturz, ohne Regentag konnte die diesjährige Tour der Radsportabteilung der TG Altdorf im Tal der Isere bei Grenoble nach über 500 km und ca 10.000 Höhenmetern beendet und zufrieden die Rückreise im Begleitfahrzeug angetreten werden.

Gruß Bernhard Duffner

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