29
Sep
2016

Nachbericht zum 30. Altdorfer Radwandertag

Kaiserwetter, alle neun Radstrecken bestens ausgeschildert, die sieben Verpflegungsstationen mit verschiedenen Speisen und Getränken reichhaltig ausgestattet, so präsentierte sich der Altdorfer Radwandertag, der zum 30.Mal von der TG Altdorf ausgerichtet wurde,  den insgesamt 517 Teilnehmern. Ab 6.45 Uhr – zu diesem Zeitpunkt gingen die 76 Marathonfahrer auf ihre 201 Kilometer lange, kräftezehrende Radstrecke – konnte man an der Münchgrundhalle und Grundschule Altdorf ein reges Treiben von Radrenn-, Mountainbike- und Treckingradfahrern erleben, unterbrochen vielleicht durch die vielen Helferinnen und Helfer der TG Altdorf, die alle Fragen und Wünsche der Teilnehmer erfüllen wollten. Immer mittendrin, umsichtig und routiniert der Cheforganisator Bernhard Duffner, der zum letzten Mal „seinen Radwandertag“ organisiert und durchgeführt hat. Hochachtung und viele Dankesworte werden ihm von den Teilnehmern, die manchesmal auch schon über Jahrzehnte dabei sind, zuteil.
Routine ist die eine Seite, aber am Radwandertag selber gilt es spontan neue Probleme zu lösen. Wie kann man die Vollsperrung der Landesstraße durch Lahr-Kuhbach am Sonntagmorgen umgehen, welche Lösung gibt es durch den gleichzeitig angesetzten Volkswandertag oben am Gscheid und Geisberg für die Mountainbikefahrer, da die Beschilderung durch die Volkswanderer verändert wurde? Gerade die exakte Beschilderung auf der Marathon- und der 120 Kilometer-Strecke ist für die Teilnehmer sehr wichtig. Umwege von 10 oder 20 Kilometer sind aufreibend und nervig. Nach knapp sieben Stunden Fahrzeit konnte Bernhard Duffner vier Marathonfahrer mit einem Glas Sekt in Altdorf empfangen. Die vier Fahrer aus Denzlingen, Königsfeld, Dauchingen und Schwetzingen hatten sich zusammengetan und kehrten geschlossen zurück. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 29 Kilometer/Stunde hatten sie die 3700 Höhenmeter und 201 Kilometer lange Radstrecke bewältigt. Im Ziel wirkten alle sehr zufrieden, lobten die anspruchsvolle, aber landschaftlich einmalige Strecke, aber auch die Beschilderung und besonders die Verpflegung unterwegs.

Die gleichen tollen Bedingungen erlebten auch die anderen Teilnehmer. Auf der Familienstrecke mit 30 Kilometer, vor allem am Rhein entlang, tummelten sich 28 große und kleine Radfahrer des Familienkreises Ettenheim/Altdorf. Sie waren vor 30 Jahren beim 1.Altdorfer Radwandertag mit 25 Personen die größte Gruppe gewesen und jetzt mit Kindern und Enkelkindern wiederum die größte Gruppe. Bernhard Duffner hatte für sie die Originalstartkarten von 1987 parat. Gerade an diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, dass Bernhard Duffner in diesen 30 Jahren das „Schiff Altdorfer Radwandertag“ auf einen guten Kurs gebracht hat und dass dieses Schiff in ruhigem Gewässer mit einem neuen Kapitän – Marius Goth – weiter auf diesem Kurs bleibt. Der Vereinsvorsitzende Bernhard Neumaier dankte Bernhard Duffner für seine tolle Arbeit als Kapitän und wies auch daraufhin, dass ein Schiffskapitän eine tolle Mannschaft benötigt, um ein solch großes Schiff durch alle Stürme zu leiten.

Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Bruno Metz, lobte ebenfalls diese starke Gemeinschaft der TG Altdorf, die es immer wieder fertig bringt, eine solche Großveranstaltung erfolgreich zu organisieren. Metz überreichte ein Buchgeschenk an Bernhard Duffner, mit dem Titel „Himmlische Plätze in der Ortenau“, denn es gäbe auch noch andere himmlische Plätze als Altdorf. Der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß hatte den Platz eines Glücksboten übernommen, der aus dem Korb aller Teilnehmerkarten die Hauptpreise – zwei Fahrräder – gezogen hat. Es dauerte eine Weile, bis die zwei Hauptpreise an den Mann gingen, denn nur bei der Verlosung Anwesende konnten die Preise erhalten. Schließlich gingen die Fahrräder an Armin Machmer aus Luxemburg und Daniel Stumpp aus Altdorf. Für diese beiden hatte sich der Tag gelohnt. Armin Machmer äußerte sich nicht nur wegen des Preises anerkennend über die Veranstaltung, sondern brach darüber hinaus eine Lanze für den Veranstalter, dass er es nicht verstehen könne, dass nicht noch mehr an diesem Radwandertag und Marathon teilnehmen würden. Zufrieden konnten schlussendlich alle sein, Teilnehmer, Organisatoren, Helfer und alle, die einfach mal auf dem Schulhof der Grundschule vorbei schauten.

Fakten zum 30. Altdorfer Radwandertag und 17.symBadischen Radmarathon:

Strecke 1 (30 km): 69 TN;

  • jüngster TN Kimi Fischer 3 Jahre,
  • ältester TN Walter Sterzenbach 90 Jahre


Strecke 2 (57 km): 59 TN;

  • jüngster TN Florian Kopf 5 Jahre,
  • ältester TN Karl-Heinz Brinkmann 76 Jahre


Strecke 3a (73 km): 42 TN;

  • jüngster TN Jordan Lehmann 11 Jahre,
  • ältester TN Hans Kuik 76 Jahre


Strecke 3b (70 km): 37 TN;

  • jüngster TN Fritz Stihler 9 Jahre,
  • ältester TN Hugo Beck 83 Jahre


Strecke 4 (120 km): 91 TN;

  • jüngster TN Jakob Weber 14 Jahre,
  • ältester TN Günter Dettmann 76 Jahre


Marathonstrecke (201 km): 76 TN;

  • jüngster TN Jona Zimmermann 21 Jahre,
  • ältester TN Ludwig Welle 72 Jahre

Mountainbike 1 (41 km): 54 TN;

  • jüngster TN Jan Rietsche 11 Jahre,
  • ältester TN Helmut Maier 55 Jahre


Mountainbike 2 (59 km): 62 TN;

  • jüngster TN Louis Rösler 12 Jahre,
  • ältester TN Franz Beha 74 Jahre

Mountainbike 3 (90 km): 27 TN;

  • jüngster TN Tom Wiederkehr 18 Jahre,
  • ältester TN Patrick Laugie 65 Jahre


Größte Gruppe:

  • Familienkreis Ettenheim/Altdorf mit 28 Personen


Größte Familie:

  • Familie Kromer Altdorf/Ettenheim mit 7 Personen

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