16
Sep
2009

Rückblick auf den Altdorfer Radwandertag 2009

Punkt 6.45 Uhr, wenn die meisten Menschen am Sonntag noch im Bett liegen und was schönes träumen, machten sich 106 Fahrradfahrer auf den Weg, um 201 Kilometer und 3700 Höhenmeter beim Altdorfer Radmarathon zu bewältigen. Was veranlasst die Teilnehmer, um an einem Radmarathon über 200 Kilometer teilzunehmen? Es muss mehr sein als nur Spaß und Freude am Radfahren. Von Holland bis Lörrach, von Düsseldorf und Gera bis Kassel und dem Saarland, jung und alt gaben sich beim Altdorfer Radwandertag ein Stelldichein.

Die meisten sind „Vielfachtäter“, die schon mehr als fünfmal am „Symbadischen Radmarathon“ teilgenommen haben. Aus diesem Grund bleibt die Münchsgrundhalle am Samstagabend bei der Pasta-Party auch relativ leer. Die Streckenführung über den Langenhard und Geisberg, den Freyersberg und Brandenkopf kennen die meisten schon fast im Schlaf. Außerdem haben die Organisatoren die fünf Radfahr- und drei Mountainbikestrecken hervorragend beschildert. Für diesen Bereich haben die Altdorfer schon seit über zwei Jahrzehnte zwei wichtige Personen in ihren Reihen. Markus Duffner und Klaus Hebding, wohnend in Hinterzarten beziehungsweise Hamburg, kommen jedes Jahr zum Altdorfer Radwandertag, um diese Beschilderung zu übernehmen. Über 600 Schilder und weitere Markierungen müssen auf den verschiedenen Strecken angebracht werden. Während ihrer Tätigkeit an den Strecken fallen ihnen immer wieder die traumhaften Ausblicke auf den Höhen der Fahrradstrecken auf. Die sportlich ambitionierten Radfahrer werden dafür wahrscheinlich keinen Blick haben. Aber es gibt natürlich auch viele Genussfahrer, die am Geisberg, bei den Nillhöfen oder auf der Brogginger Höhe eine Verschnaufpause einlegen und den wunderbaren Blick genießen.

Cheforganisator Bernhard Duffner zeigte sich am Samstagabend ein wenig enttäuscht über die Resonanz bei der Pasta-Party. Das Ballett des FSV Altdorf unter der Leitung von Selina Brand und Andrea Annani konnte mit ihren Tanzeinlagen die Stimmung in der Halle schnell verbessern. Bei der Power-Point-Präsentation der verschiedenen Strecken wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass es sich beim Altdorfer Radwandertag nicht um ein Rennen handeln würde, sondern dass jeder nach seinen Fähigkeiten fahren könne. Dennoch zeigen die Anmeldezahlen, dass die meisten Radfahrer in Richtung Leistungsorientierung gehen. 7000 Trainingskilometer pro Jahr sind dann keine Seltenheit mehr.

Bis um 10 Uhr befanden sich am Sonntag bei idealen Verhältnissen über 500 Fahrer auf den verschiedenen Strecken. 150 Mountainbikefahrer bewältigten dieses Mal die drei ausgewiesenen Strecken Richtung Streitberg, Geisberg, Hünersedel und Kahlenberg. Gerade in dieser Sportart ist konzentriertes und kontrolliertes Fahren wichtig. Dieses Mal spielte auch das Wetter mit. Die Wege auf den Mountainbikestrecken waren nicht matschig oder wie im Vorjahr seifig und unfallträchtig. Sieben Kontroll- und Verpflegungsstellen warteten bestens ausgerüstet auf die Fahrer. Der „Besenwagen“ musste ganz selten in Anspruch genommen werden.

 

Badische Zeitung
Ulrich Rospleszcz für die TG Altdorf

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